
Vom Funktionsgerät zum Maschinendesign am Point of Sale Erlebnis: HEPRO pina royal
Für die HEPRO® GmbH entwickelte Heinen Industriedesign ein Maschinendesign für die Selbstbedienungs-Ananasschälmaschine pina royal, Maschinendesign am Point of Sale. Grundlage bildete eine bestehende Maschine im HEPRO Portfolio, deren Funktionsprinzipien durch HEPRO weiterentwickelt und optimiert wurden. Im Mittelpunkt der Neugestaltung standen eine intuitive Selbstbedienung, Hygienic Design, Design-to-cost und die sichtbare Inszenierung des Schneidprozesses sowie die Integration in das durch Timo Heinen geschaffene Corporate Industrial Design. Gleichzeitig wurde die Maschine in die von Heinen Industriedesign bereits zuvor entwickelte HEPRO-Designsprache integriert. Die pina royal wurde auf der Fruit Logistica 2026 vorgestellt und ist heute regulär im Lebensmitteleinzelhandel im Einsatz.
Warum das Projekt zeigt, dass Maschinendesign auch für Sie relevant ist
Das Projekt zeigt, wie Maschinendesign die technische Weiterentwicklung durch Design-to-cost und und durch den gezielten Einsatz von Markenwirkung unterstützt. Hierdurch entsteht eine ganzheitlich optimierte Maschine, welche die Bedienung optimiert und die Herstellungskosten senkt. Gerade bei ungeschultem Personal ist nicht allein die technische Funktion entscheidend, vielmehr müssen Nutzer innerhalb weniger Sekunden verstehen, wie die Maschine bedient wird. Dies kann durch gezielte Gestaltung unterstützt werden. Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie auch Ihre technische Maschine zu einem verständlichen, wirtschaftlichen und markengerechten Produkterlebnis weiterentwickelt werden kann.
Die Ausgangslage:
Funktionale Maschine ohne ausreichende Markenwirkung
Die bestehende Ananasschälmaschine war funktional jedoch kostenintensiv in der Herstellung und besaß keine der neuen HEPRO-Markenidentität entsprechende Gestaltung. Nachdem mit der „spargel to go“ eine neue Designsprache entwickelt worden war, sollte auch die Ananasschälmaschine formal und farblich in die Maschinenfamilie integriert werden. Der Schneidprozess war bei der vorherigen Maschine nur eingeschränkt einsehbar. Insbesondere Kinder konnten die Verarbeitung der Ananas kaum beobachten. Damit blieb ein wesentlicher Vorteil am Point of Sale ungenutzt.

Die Herausforderung:
Maschinendesign am Point of Sale, Hygienic Design und geringere Herstellkosten
Die pina royal sollte vollständig durch ungeschulte Kunden bedient werden können. Die Gestaltung musste dem Bediener die Abläufe und die einzelnen Schritte nahe bringen. Für das Marktpersonal mussten alle relevanten Bereiche gut zugänglich und einfach zu reinigen sein. Der hygienisch ausgelegte Verarbeitungsbereich im Inneren sollte klar vom äußeren Bedien- und Verkaufsbereich getrennt werden. Zusätzlich galt es, das Gehäuse nach Design-to-Cost-Prinzipien zu vereinfachen, ohne die hochwertige Wirkung der Maschine zu reduzieren.

Die Designlösung:
Klare Bedienoberfläche und einteilige Maschinenfront
Die Bedienung wurde konsequent auf den Selbstbedienungsprozess ausgerichtet. Der Kunde stellt die Ananas in den deutlich erkennbaren Aufnahmebereich und wählt auf dem Display, ob sie gestückelt oder in Scheiben geschnitten werden soll. Anschließend wird die Tür geschlossen und der Vorgang über die Startfunktion ausgelöst. Die Maschine schält die Ananas, verarbeitet sie entsprechend der Auswahl und gibt sie verzehrfertig in einem Becher aus. Wenige Bedienelemente und eine eindeutige Nutzerführung reduzieren mögliche Fehlbedienungen. Das Display erklärt den Ablauf und führt den Kunden durch die notwendigen Schritte. Das Gehäuse wurde grundlegend überarbeitet. Anstelle der zuvor geteilten Türkonstruktion kommt eine einteilige Tür zum Einsatz. Dadurch werden weniger Komponenten benötigt und der Herstellungsaufwand reduziert. Gleichzeitig lässt sich die gesamte Front öffnen, wodurch der Innenraum wesentlich besser zugänglich wird.
Das Ergebnis:
Wirtschaftliches Maschinendesign für den Selbstbedienungsbereich
Mit der pina royal entstand eine hochwertige Selbstbedienungsmaschine, die konkrete funktionale, wirtschaftliche und gestalterische Mehrwerte miteinander verbindet. Die einteilige Tür reduziert die Anzahl der Gehäusekomponenten und vereinfacht die Herstellung. Im geöffneten Zustand ermöglicht sie einen großflächigen Zugang zum hygienisch ausgelegten Verarbeitungsbereich. Schalen und Strunk werden in einem unterhalb der Maschine angeordneten, verfahrbaren Abfallbehälter gesammelt. Dieser schließt bündig mit der Maschinenfront ab, sodass keine störenden Elemente hervorstehen. Zum Entleeren lässt sich der Behälter vollständig aus der Maschine herausfahren. Die neue Gestaltung greift Formensprache, Farbgebung, Materialwahl und Bedienlogik der HEPRO „spargel to go“ auf. Hochwertige Materialien, eine klare Flächenaufteilung und großzügige Glasfronten schaffen eine gemeinsame Design-DNA. Bewusst eingeplante Flächen an Front und Seiten können durch den jeweiligen Marktbetreiber individuell beklebt und an dessen Corporate Identity angepasst werden.

HEPRO pina royal:
Der Schneideprozess wird zum Einkaufserlebnis
Die großzügigen Glasflächen rücken den Verarbeitungsprozess in den Mittelpunkt der Gestaltung. Kunden können beobachten, wie ihre Ananas geschält, entkernt und anschließend gestückelt oder in Scheiben geschnitten wird. Durch die verbesserte Einsehbarkeit wird der Prozess auch für Kinder erlebbar. Eine gezielte Innenraumbeleuchtung inszeniert die Verarbeitung und vermittelt einen sauberen, hochwertigen Gesamteindruck. Der technische Vorgang wird nicht länger im Inneren der Maschine verborgen, sondern bewusst als Teil des Einkaufserlebnisses genutzt. Dieser spielerische Effekt macht die pina royal zu einem aufmerksamkeitsstarken Bestandteil der Obst- und Gemüseabteilung. Das neue Maschinendesign verbindet damit eine wirtschaftlichere Herstellung und verbesserte Zugänglichkeit mit einer klaren Markenidentität und einem emotionalen Erlebnis am Point of Sale.
Quelle: https://youtu.be/07vxvC0TErw?si=z8x–uSPwFieYCYr
Herausgeber: Fruchthandel Magazin



