Maschinendesign für Knetmaschinen – Doppel-Z-Kippkneter von Hermann Linden

Maschinendesign für Knetmaschinen: Doppel-Z-Kippkneter von Hermann Linden

Für die Hermann Linden Maschinenfabrik GmbH entwickelte Heinen Industriedesign ein neues Maschinendesign für Knetmaschinen, Doppel-Z-Kippknetern. Die Maschinen dienen dem intensiven Mischen und Kneten viskoser Produkte und kommen unter anderem bei der Herstellung von Kaugummi und Proteinriegeln zum Einsatz. Im Mittelpunkt der Neugestaltung standen die Entwicklung einer markengerechten Premiumgestaltung, eine sichere und ergonomische Bedienung sowie die Berücksichtigung der Anforderungen des Hygienic Design. Das neue Gestaltungskonzept wurde in drei Baugrößen mit 50, 100 und 600 Litern entwickelt.

Kunde
Hermann Linden Maschinenfabrik GmbH

Maschine
Doppel-Z-Kippkneter

Tätigkeit
Martanalyse
Maschinengestaltung
Visualisierung

Ausgezeichnet
German Design Award 2025

Warum das Projekt zeigt, dass Maschinendesign auch für Sie relevant ist

Das Projekt zeigt, wie Maschinendesign die technische Qualität eines etablierten Maschinenbauunternehmens sichtbar machen kann. Stabilität, Langlebigkeit und eine hohe Fertigungsqualität werden nicht allein anhand technischer Daten wahrgenommen. Das Erscheinungsbild, die Bedienung und funktionale Details prägen den Eindruck einer Maschine und damit die Positionierung des Herstellers. Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie sich die technische Qualität Ihrer Maschinen in eine hochwertige, sichere und markengerechte Gestaltung übersetzen lässt.

Die Ausgangslage:
Robuste Maschinentechnik ohne sichtbaren Premiumanspruch

Die bestehende Kippkneter Serie war funktional und auf einen langlebigen industriellen Einsatz ausgelegt. Das äußere Erscheinungsbild wurde jedoch vor allem durch die technische Anordnung der einzelnen Baugruppen bestimmt. Die Qualität und Langlebigkeit der Maschinen waren in der Gestaltung nicht ausreichend sichtbar. Gleichzeitig fehlte eine einheitliche Designsprache, die sich auf unterschiedliche Baugrößen übertragen ließ und die Maschinen eindeutig der Marke Hermann Linden Maschinenfabrik zuordnete. Mit dem Redesign sollte die bewährte technische Grundlage erhalten bleiben und zu einer hochwertigen Premium-Baureihe weiterentwickelt werden. Neben der Markenwirkung sollten auch die Bedienbereiche, die Zugänglichkeit und die Reinigungsmöglichkeiten grundlegend überarbeitet werden.

Technische Baugruppe Anordnung ohne Stützen und ohne Verkleidung

Die Herausforderung:
Einheitliche Produktidentität für drei unterschiedliche Baugrößen

Die neue Gestaltung musste in den Kippknetern mit 50, 100 und 600 Litern Fassungsvermögen entwickelt werden. Aufgrund der deutlich unterschiedlichen Abmessungen konnten nicht sämtliche Gehäusekomponenten als Gleichteile ausgeführt werden. Entscheidend war deshalb eine gemeinsame gestalterische Systematik, durch die alle Maschinen unabhängig von ihrer Größe als zusammengehörige Produktfamilie erkennbar machen. Gleichzeitig mussten die funktionalen Anforderungen berücksichtigt werden. Der Bediener sollte den Knetprozess sicher steuern, die Masse kontrollieren und alle relevanten Bereiche ohne zusätzliche Leiter erreichen können. Auch beim Kippen des Troges zur Entleerung mussten bestehende Klemm- und Quetschgefahren durch die neue Maschinenarchitektur verhindert werden.

Detailaufnahme des Hermann Linden Kneader 100L auf der ACHEMA 2024

Maschinendesign für Knetmaschinen: Premiumgestaltung für die gesamte Baureihe

Heinen Industriedesign entwickelte eine vollständig neue Gestaltungssprache für die Kneter-Baureihe. Großzügige Rundungen entlang der oberen Maschinenlinie verbinden den robusten Charakter der Anlage mit einem hochwertigen und eigenständigen Erscheinungsbild. Klar gegliederte Flächen und gezielt eingesetzte rote Akzente greifen die Corporate-Identity-Farbe von Hermann Linden auf und sorgen für eine eindeutige Wiedererkennbarkeit. Die gemeinsame Formensprache bleibt über alle drei Baugrößen hinweg erhalten. Wiederkehrende Bauelemente werden dort eingesetzt, wo die unterschiedlichen Dimensionen der Maschinen dies ermöglichen. Eine indirekt in das Gehäuse integrierte Statusbeleuchtung übernimmt die Funktion einer konventionellen Signalsäule. Diese funktionale Beleuchtung unterstreicht den Premiumcharakter, hebt sich von einer Standard-Ampellösung ab und wird zu einem prägenden Bestandteil der neuen Markenidentität.

Das Ergebnis:
Klare Maschinenarchitektur für Reinigung und Service

Mit dem neuen Maschinendesign entstand eine zusammengehörige Baureihe aus drei unterschiedlich großen Doppel-Z-Kippknetern. Die einheitliche Gestaltung macht die Qualität, Stabilität und Langlebigkeit der Maschinen bereits im äußeren Erscheinungsbild sichtbar. Gleichzeitig erleichtern klar gegliederte Bedien-, Reinigungs- und Wartungsbereiche den täglichen Umgang mit der Anlage. Großzügig öffnende seitliche Verkleidungselemente ermöglichen im Servicefall einen direkten Zugang zum Motor und zu weiteren technischen Komponenten. Notwendige Wartungsarbeiten oder ein späterer Austausch des Antriebs können durchgeführt werden, ohne die Maschine umfangreich demontieren zu müssen. Benötigte Schaber werden direkt an der Maschine aufbewahrt und stehen dem Bediener für die Reinigung unmittelbar zur Verfügung.

Linden Kneter in drei Baugrößen Redesign von Heinen Industriedesign
Hermann Linden Kneader 100L auf der ACHEMA 2024 in Frankfurt

Hermann Linden Doppel-Z-Kippkneter: Sicheres Entleeren und ergonomische Bedienung

Die Bedienung wurde auf einer klar definierten Maschinenseite zusammengeführt. Ein in das Gehäuse integrierter, herausziehbarer Tritt ermöglicht dem Bediener, die Knetmasse zu kontrollieren und alle relevanten Bereiche für Reinigung und Bedienung zu erreichen. Eine zusätzliche externe Leiter wird dadurch nicht benötigt. Nach dem Knetprozess wird der Trog gekippt und die verarbeitete Masse in einen bereitgestellten Medienwagen entleert. Eine integrierte Einfahrhilfe unterstützt das genaue Positionieren des Wagens unterhalb des Troges. Die beim Kippen entstehenden Klemm- und Quetschbereiche wurden durch eine zielgenaue Einhausung in die Maschinenarchitektur integriert und gegen den Zugriff gesichert.

Premiumpositionierung:
Ausgezeichnetes Maschinendesign

Die 100-Liter-Ausführung der neuen Kneter-Baureihe wurde auf der ACHEMA 2024 erstmals vorgestellt. Der Kneader 100L wurde beim German Design Award 2025 in der Kategorie „Excellent Product Design – Industry“ als „Winner“ ausgezeichnet.

Das sagt die Jury:

„Der Kneter bietet eine benutzerfreundliche Lösung für das intensive Mischen viskoser Materialien. Mit einem durchdachten Bedienkonzept, das Sicherheit und Komfort vereint, trägt er zu einem effizienten Arbeitsprozess bei. Innovative Details wie die intuitive Statusanzeige und die leicht zugänglichen Wartungstüren unterstreichen seine Funktionalität.“

German Design Award / Rat für Formgebung

Kundenstimme von Hermann Linden Maschinenfabrik GmbH & CO. KG

„Wir haben mit Heinen Industriedesign bei der Entwicklung einer standardisierten Premium-Kneter-Baureihe für die Lebensmittelindustrie zusammengearbeitet. Ziel war es, eine Produktfamilie in sechs Baugrößen zu gestalten, die technisch überzeugt, hochwertig auftritt und als klare Baureihe wiedererkennbar ist.
Herr Heinen hat uns dabei mit Maschinendesign, Corporate Industrial Design und der Gestaltung der Bedienbereiche hervorragend unterstützt. Besonders begeistert haben uns seine starken Entwürfe, sein Gespür für hochwertige industrielle Gestaltung und die Fähigkeit, Funktion, Marke und Anwenderfreundlichkeit in ein überzeugendes Gesamtkonzept zu bringen.
Die erste Maschinengröße wurde auf der Achema vorgestellt, wo wir uns über sehr positives Feedback freuen durften. Das Ergebnis hat uns wirklich begeistert. Die neue Maschine wirkt deutlich moderner, professioneller und wertiger und wurde zudem mit dem German Design Award ausgezeichnet.
Die Zusammenarbeit war jederzeit professionell, ideenreich, lösungsorientiert und sehr angenehm. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Herrn Heinen und können Heinen Industriedesign wärmstens weiterempfehlen.“

Alexander Schneider | Geschäftsführer
Hermann Linden Maschinenfabrik GmbH & CO. KG

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, welche wiederkehrenden Komponenten auch in Ihrem Maschinenportfolio zu einer flexiblen und markengerechten Plattform zusammengeführt werden können.